Samstag, 27. April 2013

Küche

Vor einiger Zeit habe ich noch einmal die Küche gestrichen, weil ich mit den bunten Quadraten nun doch nicht so zufrieden war. Hier ist das Ergebnis:








Ich mocht die Quadrate zwar (deshalb hab ich als kleines "Andenken" auch über der Mitte ein paar kleine neue gemacht), aber es war einfach zu bunt. Außerdem liegen mir Streifen doch eher. ;) Ich bin jedenfalls sehr zufrieden.

Samstag, 8. Dezember 2012

Stille Nacht...

...und so weiter. Nachdem es nun eine ganze Weile still war hier, kommen ein paar diesjährige Winter/Weihnachtsimpressionen.




Montag, 10. September 2012

Harry Potter und ich...Teil 2

Ich hab grad mal nachgeschaut...mein Beitrag zu HP ist schon gut über ein Jahr her und ich hab mich immer noch nicht zu den Filmen geäußert. Unglaublich. Nun aber...

Wie ich ja schon anmerkte, stehe ich den Filmen ambivalent gegenüber. Es gibt vieles, was ich mag, aber auch vieles, was ich nicht mag. Die rein optische Umsetzung finde ich grandios gelungen, daran habe ich nichts auszusetzen.

Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich den 1. Teil schaue und Hogwarts plötzlich im Mondschein auftaucht und alle Neuankömmlinge staunend aus ihren Booten hinauf schauen. Ebenso ergeht es mir mit der Winkelgasse (dazu auch noch mehr in meinem – noch folgenden – Reisebericht aus London bezüglich der HP-Studios).

Damit kommen wir auch gleich zum 1. Teil...als ich ihn damals im Kino sah, war ich doch eher enttäuscht. Nicht von der optischen Umsetzung, sondern der Zerstückelung des Buches. So empfand ich das damals jedenfalls. Inzwischen hab ich mich mit dem Film angefreundet und finde ihn eigentlich gar nicht mal so schlecht. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich erst einmal daran gewöhnen musste, dass sich in den Filmen (im Gegensatz zu den Büchern) aufs wesentliche beschränkt wird.

Es ist klar, dass sich Bücher nicht 1 zu 1 verfilmen lassen (und z. B. beim Herr der Ringe bin ich auch sehr dankbar dafür!), dafür reicht die Zeit oft einfach nicht. Aber hier handelt es sich um meine Lieblingsbücher und so musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, das vieles, was mir in den Büchern lieb und teuer ist, es nicht in den Film schafft.

Mich stört es inzwischen auch eher weniger, wenn Handlungsstränge, die für das Geschehen eher nebensächlich sind, eben wegfallen (müssen), denn das sehe ich ein. Ich kann es jedoch überhaupt nicht leiden, wenn die Haupthandlung dann trotzdem zerstückelt und aneinander gesetzt wirkt.

Die 3 Hauptdarsteller fand ich – trotz ihrer Jugend und Unerfahrenheit –im 1. Teil sehr erfrischend und überzeugend. Gerade Rupert Grint und Emma Watson füllen ihre Figuren sehr passend zur Buchvorlage aus.

Ich liebe z. B. die Szene, wenn Ron und Harry im Hogwartsexpress das 1. Mal auf Hermine treffen. Emma Watson strahlt eine solche Blasiertheit aus, als sie auf Rons (mit vollem Mund genuschelte) Antwort zu ihrer Frage („And you are?“) „Pleasure“ sagt, aber genau das Gegenteil meint, es ist göttlich.

Im Nachhinein gesehen hatte der 1. Teil einfach die „undankbare“ Aufgabe, den Zuschauer erst einmal in Harrys Leben und die Welt der Magie einzuführen und trotzdem den Handlungsstrang mit Voldemort voranzutreiben, der dadurch vielleicht ein wenig zu kurz geraten ist.

Weil genau das im 2. Teil nicht mehr notwendig war, funktionierte das dort schon wesentlich besser. Man kennt Harrys Welt bereits und so konnten sich die Macher ganz Tom Riddles Tagebuch und der Kammer des Schreckens widmen. Das merkt man dem Teil auch an, er wirkt wesentlich flüssiger als der 1. Teil. Meiner Meinung nach wurde er erstklassig umgesetzt und ich habe wirklich nichts daran zu bemäkeln.

Man muss aber auch sehen, dass das eben u. a.  dem 1. Teil (der die Einführung in Harrys Welt bereits vorgenommen hat) und dem Umstand geschuldet wird, dass es im Grunde genommen nur einen Handlungsstrang, nämlich den der Kammer des Schreckens gibt. Dadurch lässt sich der 2. Teil hervorragend zu einem stimmigen Film adaptieren.

Teil Nr. 3 gehört – wie bei den Büchern – zu meinen Favoriten. Die Bücher wurden ja nun fortschreitend immer dicker und somit wurde es auch schwieriger diesen im Film gerecht zu werden. Und obwohl die Geschichte im Film sehr kompakt umgesetzt ist, finde ich ihn trotzdem sehr stimmig, vielleicht auch, weil es der Regisseur geschafft hat, die Emotionalität aus dem Buch in den Film zu übertragen.

Wenn Harry im Buch das 1. Mal einen gestaltlichen Patronus erschafft und es sich herausstellt, dass es ein Hirsch ist,  krieg ich – auch nach dem gefühlten 100 x lesen – immer noch feuchte Augen. Und auch der Film schafft es – auch wenn die Szene dort geringfügig anders ist –, mir zumindest eine Gänsehaut zu bescheren.

Bei Teil 4 musste man – bis dahin – die meisten Abstriche machen. Dieser Teil nimmt in der Buchvorlage an Seitenzahl auch gewaltig zu, auch prozentual mehr als die Teile davor zueinander. Somit wurde es natürlich noch schwieriger, ihn für die Verfilmung anzupassen. Ich weiß nicht, wie viele Buchseiten allein von der Quidditch-Weltmeisterschaft handeln, aber es sind eine Menge. Viel zu lang für den Film, so dass dort nur eine sehr abgespeckte Version zu sehen ist, in der die Hintergrundstory (die Geschichte um Barty Crouch jr. Und auch Winky) auch nur angerissen wird.

Es ist einerseits schade, ich hätte grundsätzlich gerne mehr von der Weltmeisterschaft gesehen. Aber es ist für die Länge des Films recht sinnvoll, dass sie eingekürzt wurde, genauso wie die Anpassung der Hintergrundgeschichte, den in ihrer Ausführlichkeit ist sie für den Film weniger von Belang. Aber eben weil das Buch so dick ist, kommt einem der Film mitunter schon sehr zusammen gestutzt vor. Aber so richtig weiß ich auch nicht, wie man das hätte besser machen können.

Generell ist Teil 4 (und somit auch die Mitte der Reihe) ein Wendepunkt...die Figuren werden zu Teenagern, haben mit den dann üblichen Problemen zu kämpfen und gleichzeitig wächst die Bedrohung durch Voldemort, deren Ausmaß aber erst am Ende zum Tragen kommt. So ist dieser Teil gleichzeitig sehr witzig, aber letzen Endes auch unheimlich tragisch. Nicht nur, dass der 1. aus ihrer Mitte stirbt, nein, auch die unbeschwerten Zeiten der Kindheit sind vorbei.

Und alles ist das 1. Mal anders (eben ein Wendepunkt). Kein Quidditch-, dafür das Trimagische Turnier. Keine Siegerfarben zur Abschlussfeier, sondern die das Schwarz der Trauer. Die 1. Gefühle fürs andere Geschlecht und natürlich, der Yule-Ball. Von der absolut ungewöhnlichen, aber fantastischen Dekoration der Großen Halle über Rons Entsetzen über seinen Übungs-Tanz mit McGonagall („Put your hand on my waist.“ What???“ „You will never let him forget this, hm?“ „Never.“) und seinen „Festumhang“ („I look like my grandaunt Tessie. I smell like my grandaunt Tessie. Kill me, Harry.“) bis hin zu einer absolut bildhübschen Hermine. Ich liebe diese Szene im Buch, wenn Harry plötzlich feststellt, dass das Mädchen an Viktor Krums Seite Hermine ist („...und der Mund klappte ihm auf. Es war Hermine. Aber sie sah nicht aus wie Hermine.“).

Sie wurde im Film zwar nicht 1 zu 1 umgesetzt und Harry hätte für meinen Geschmack noch ein wenig überraschter schauen können, aber im großen und ganzen finde ich sie sehr anrührend. Wie sie erst ganz vorsichtig um die Ecke linst und dann verlegen, aber trotzdem strahlend die Treppe runterkommt. Hach. So schön.

Tja und dann...kam Teil 5. Ich weiß noch, wie enttäuscht und frustriert ich aus dem Kino kam (da war Teil 1 nichts im Vergleich zu). Und auch nachdem ich ihn inzwischen schon mehrmals gesehen habe, finde ich ihn immer noch einfach nur schlecht. Nun gehört das 5. Buch auch zu dem von mir am wenigsten geliebten Teil, aber der Film topt das noch bei weitem. Die Filmemacher haben diesen Teil – für meinen Geschmack – regelrecht vergewaltigt. Vielleicht liegt es auch daran dass, man versucht hat, das Buch, welches immerhin das dickste der ganzen Reihe ist, in einen Film zu quetschen, auch wenn der inhaltliche Umfang in Teil 7 (welcher bezgl. der Dicke auf Platz 2 ist) noch wesentlich höher ist.

Dadurch leidet Film Nr. 5 unheimlich. Hier würde ich mir wirklich wünschen, das Buch nicht zu kennen, weil es für den Film sooo zerhackstückelt wurde. Wobei man mir sagte, dass es Nicht-Buchkennern nicht unbedingt besser ging, allerdings auf andere Weise, sie haben nämlich teilweise nur die Hälfte kapiert. Hier wäre es tatsächlich sinnvoller gewesen, dem Film entweder Überlänge (ich rede hier schon von mind. 3 Stunden) zu geben oder ihn auf 2 Teile auszuweiten.

Ich finde ihn jedenfalls einfach nur grausam (bis auf einige wenige optische Highlights). Lieblos umgesetzte Szenen, die aneinander geklatscht wurden. Von Emotionalität keine Spur. Was – das muss man leider auch sagen – an der mangelnden Darstellungskunst von Hr. Radcliffe und Frau Watson liegt.

Bei den beiden empfinde ich eher eine Verschlechterung ihres Schauspiels im Vergleich zu den früheren Teilen. Vielleicht WEIL sie am Anfang noch so völlig unbedarft waren, haben sie viel ungezwungener geschauspielert, während es besonders ab dem 5. Teil oft einfach zu forciert wirkt. Lediglich Rupert Grint ist auf gleichem Level geblieben bzw. hat Rons Figur auch schauspielerisch weiter entwickelt. Aber zu den Schauspielern komme ich später noch ausführlich.

Der 6. Teil ist...so lala. Selbst ich, die eine Vorliebe für Teenagerstorys hat, fand es diesbezüglich zu überzogen. Dabei liefert das Buch eine hervorragende Steilvorlage für eine Verfilmung. Es gibt im Grunde nur 2 wirkliche Handlungsstränge, nämlich die Erinnerungen an TomRiddle und den ganzen Teeniekram. Neben Buch 2 dürfte das der am leichtesten umzusetzende Teil gewesen sein. Im Film liegt der Focus jedoch eindeutig zu sehr auf der Teen-Story und die Erinnerungen an Voldemort werden eher wie ein Stiefkind behandelt. Hier hätte ich mir eine ausgewogenere Mischung zwischen beidem gewünscht. Das hätte dem Film gut getan, gerade um der doch sehr gehäuft auftretenden, weil vermutlich gewollt, Spaßhaftigkeit einen Gegenpol zu geben.

Teil 7...ist an sich nicht schlecht umgesetzt. Es gibt hier und da Dinge, die ich nicht so prima finde, aber im großen und ganzen sind beide Teile ganz okay. Es stört mich allerdings ganz gewaltig, dass die Emotionalität, die im Buch quasi ständig spürbar ist, hier viel zu kurz gehalten wird und zu gering vorhanden ist. Ich hab beim Lesen des Buches fast ständig einen Kloß im Hals gehabt und oft Rotz und Wasser geheult, weil alles mit so einer Eindringlichkeit und mit so viel Gefühl geschrieben war. Im Film ist irgendwie alles so...lapidar.

Nehmen wir nur ein Beispiel: Als die drei auf Malfoy Manor gefangen gehalten werden und Bellatrix Hermine foltert, rastet Ron unten im Keller fast aus, als er ihre Schreie hört. Im Film beschränkt sich das auf einen besorgten Gesichtsausdruck und „Harry...wir müssen hier raus.“ Äh...hallo? Die Frau, die du liebst, wird gerade GEFOLTERT?

Apropros Folterszene...im Buch wendet Bellatrix bei Hermine den Cruziatusfluch an (wir erinnern uns, der ist so schlimm, dass Nevilles Eltern davon wahnsinnig geworden sind), während sie ihr im Film – so scheint es jedenfalls – „nur“ Schlammblut in den Arm ritzt. Obwohl ich die Idee mit dem Schlammblut (die Buch nicht vorkommt) grundsätzlich großartig finde und das mit Sicherheit auch weh getan hat, dürfte das nichts im Vergleich zum Cruziatusfluch sein. Hier hätte ich es besser gefunden, wenn man vielleicht Bellatrixs Ausrufen des Fluchs wenigstens hätte hören können. Auch im Keller. So hätte man gleichzeitig verhindern können, dass man das ganze unbedingt zu Gesicht bekommt (ist ja nun nicht gerade schön, das) als auch bewirken, dass Ron wirklich ausrastet und vielleicht sogar versucht, das Gitter mit Gewalt aufzubekommen (auch wenn es aussichtslos ist, darum geht es ja nicht).

Auch Dobbys Tod fand ich im Buch sehr viel schlimmer als im Film, wobei ich nicht mal sagen kann, woran es lag, denn das ist eine Stelle, die der im Buch sehr ähnlich ist. Daran sieht man aber auch, wie gut JKR darin ist, allein mit Worten eine Szene zu erschaffen, bei der man sich die Augen ausheulen möchte, wo sie doch – im Gegensatz zum Film – nicht mal ein optisches Medium dafür hat.

Weiteres Beispiel: Harry verabschiedet sich (anders als im Buch) von Ron und Hermine, um zu Voldemort zu gehen. Es ist klar, dass er sterben muss, indem er sich selbst opfert. Sicher, Ron hat gerade einen schrecklichen Verlust erlitten (Fred), aber er ist Harrys bester Freund und protestiert nicht mal großartig, geschweige denn, dass er ihn mal umarmt oder ihm wenigstens die Hand schüttelt oder sonst was. Sein BESTER Freund geht zum Sterben, Ron dürfte damit bewusst sein, dass er ihn vermutlich nie wieder sieht und er reagiert fast gar nicht.

Nun hab ich hier keinen Vergleich zum Buch, weil sich Harry dort heimlich davon schleicht, aber auch wenn ich in Betracht ziehe, dass Ron wegen Freds Tod wie betäubt ist, gehe ich doch davon aus, dass er – nachdem er bereits einen geliebten Menschen verloren hat – Harry nicht einfach ohne weitere großartige Worte ziehen lassen würde.
Und vor allen Dingen ALLEIN. Buch-Hermine und Buch-Ron hätten Harry niemals allein gehen lassen und genau deshalb sagt Harry ihnen im Buch nichts von dem, was er vor hat.

Auch Kleinigkeiten haben mich gestört. Wenn Ron und Hermine Harry z. B. sagen, dass sie darauf gekommen sind, die restlichen Horkruxe  mit einem Basiliskenzahn zu vernichten – wie das Tagebuch –, sagen sie: „Wir wissen vielleicht, wo einer ist“ (in englisch ist das vom Wortlaut her genauso). Was soll das? Wir wissen nicht nur VIELLEICHT wo einer ist und Harry weiß es auch. Nämlich in der Kammer des Schreckens. Es wird sich wohl keiner die Mühe gemacht haben, den Basilisken von dort zu entfernen. Also sagt doch einfach, dass ihr runtergeht, um ihn zu holen.

Auch den Kuss zwischen Hermine und Ron hats mir versaut. Da wartet man Ewigkeiten darauf und dann sieht man nur Rons Hinterkopf? Ich meine, ich versteh ja, dass das für Emma und Rupert bestimmt komisch war, immerhin dürften sie wohl eher wie Geschwister füreinander empfinden, aber mein Gott, sie sind Schauspieler. Da ist wohl ein kurzer Kuss, denn man auch SEHEN kann, nicht zuviel verlangt, oder? Ging doch bei Emma und Dan auch (siehe Szene Zerstörung des Medallions).

Oder warum z. B. laufen nach dem Angriff auf Hogwarts noch so viele Schüler in den Treppenhäusern rum? Soll wohl dramatischer wirken, logisch ist es indes nicht. Das hat mich damals bei HERR DER RINGE so gestört, bei der Schlacht um Minas Tirith. Man weiß, dass ein Angriff erfolgt, ergo bringt man die Zivilbevölkerung doch aus der Gefahrenzone (in diesem Fall von den unteren in die oberen Ringe). Aber nein, der Angriff beginnt und man sieht allerortens in den unteren Ringen flüchtende Menschen (darunter Frauen und Kinder). Und in Hogwarts isses genauso. Gerade die jüngeren Schüler sollten bei Beginn des Angriffs doch irgendwo in Sicherheit gebracht sein. Stattdessen laufen sie immer noch kopflos durcheinander.

Sehr schön umgesetzt fand ich hingegen die Geschichte der 3 Brüder als Trickfilm, schön in Sepia gehalten. Das war eine hervorragend Idee und hat mir sehr gut gefallen. Genauso die Szene, in welcher Hogwarts sich zur Schlacht rüstet. Die Erweckung der Statuen durch McGonagall und die Erschaffung der riesigen Verteidigungszauber-Blase fand ich schon sehr emotional.

Zu erwähnen sei abschließend auch noch der Soundtrack zu Teil 7.2, welcher einfach nur grandios ist und mir persönlich der liebste der Reihe.

Zu den Schauspielern komme ich noch in einem gesonderten Post.