Samstag, 21. Februar 2009

Es ist viel passiert...

... in letzter Zeit.

Erstmal bin ich seit ein paar Wochen für die Fedcon angemeldet und hab auch tatsächlich noch ein Hotelzimmer ergattern können. Yay! Und es sind ja quasi nur noch zwei Monate bis et losgeht. *froide*



Dann rief Orin an. Angedacht wäre ein wöchentlicher Ausflug nach England. Born of Hope wird dort gedreht, da würde man als Statist mitmachen können, dann könne man sich ein wenig die Gegend anschauen, auch mal ans Meer fahren. Man könne sich dort ein Cottage und einen Mietwagen nehmen. Ach ja und Cambridge läge auch ganz in der Nähe. Cambridge! Spätestens, nachdem ich dieses Wort hörte, setzte es bei mir aus... Wann soll es losgehen???

Ich liebe Orins spontane Einfälle.

Inzwischen sind die Flüge und das Cottage gebucht, der Mietwagen folgt. Und wir werden nach Oxford fahren und ein Whisky-Tasting in der großen Halle von Hogwarts haben! Wie geil ist das denn bitte schön? Im Oxfort-College wurden jede Menge Szenen von "Harry Potter" gedreht, wir werden also ordentlich was zu gucken und zu besqueen haben, jawohl!




Und dann... ging alles Schlag auf Schlag. Erst wurde ich krank (Magen-Darm-Grippe), dann sprang mein Auto nicht mehr an. Es ging in die Werkstatt und es stellte sich heraus, das der Anlasser kaputt ist. Es zu reparieren käme dem noch bestehenden Wert des Autos gleich (ich fuhr bisher einen 11 Jahre alten Ford Escort mit fast 230.000 KM auf dem Tacho). Da abzusehen war, dass es das Auto generell nicht mehr allzu lang tun würde (selbst mit der Reparatur), stand schnell der Entschluss fest, sich jetzt nach etwas neuem umzusehen, wo man noch in den Genuss der Abwrackprämie kommen würde (siehe auch entsprechender Post weiter unten). Der Plan war gewesen, sich einen Jahreswagen zu kaufen. Der dürfte nicht so viel kosten wie ein neuer, aber man bekäme auch hier die Prämie.

Was die einem natürlich vorher nicht sagen ist, dass man die Prämie für einen Jahreswagen nur bekommt, wenn dieser vorher entweder auf einen Fabrikanten, Händler oder auf ein Autohaus zugelassen war, nicht jedoch auf eine Privatperson. Leider jedoch sind die meisten Jahreswagen auf eine Privatperson zugelassen, somit also nicht prämienfähig.

Und die wenigen, die es mal gab, haben sich bereits diejenigen unter den Nagel gerissen, die schon Anfang des Jahres danach geschaut haben. Aufgrund dessen und noch diverser anderer Gründe, die man berücksichtigen muss (Zinsen in der Finanzierung... die beim Gebrauchtwagen um vieles höher sind als beim Neuwagen, es ist der Wahnsinn... Inspektionen und Reparaturen, Steuern ect.) wurde es nun doch ein Neuwagen. Und zwar dieser:


Allerdings in silber. Und er ist Liebe, jawohl! Einzig und allein der Power-Knopf, den es dort anstelle der normalen Zündung mit dem Schlüssel gibt, finde ich etwas prollig und wtfböh? Wenn ich das neue Familienmitglied demnächst mal fotografiere, mach ich auch eins von dem Knopf.

Nuja, da Neuwagen jedoch generell nicht mit Winterreifen geliefert werden, hieß das für uns, welche kaufen. Ooookaaay... das war jetzt suboptimal mit unserem Kontostand, aber mit etwas Auaaaa... Bauchweh... noch machbar. Okay, alles unter Dach und Fach gebracht, alles (vom Kontostand abgesehen) prima. Bis dahin...

Leider hatte sich meine Magen-Darm-Grippe, nachdem bei mir nix mehr zu holen war, einen neuen Wirt gesucht, nämlich meinen Kater Puschel. Mir war bisher nicht bewusst, dass sich Menschen und Tiere gegenseitig anstecken können, aber laut Tierarzt können sie. Nun leidet mein Kater an einer Schilddrüsenüberfunktion (die wurde letztes Jahr festgestellt und er bekommt seither Tabletten) und ist an sich deshalb schon nicht mehr der Kräftigste. Nun ürgste er sich die Seele aus dem Leib und fraß auch nichts mehr. Okay, ürgsen war nicht neu, nichts mehr fressen schon. Da Kater sonst Scheunendreschermentalitäten an den Tag legt und sein Futter eher inhaliert als frisst, war das schon... auffällig. Das musste beobachtet werden.

Dann am nächsten Morgen... Überraschung. Blut im Geürgse. Zwar nur wenig, aber sichtbar. Aber auch irgendwie verständlich. Denn was sollte noch rauskommen, wo doch nichts mehr reinkam. Also nur noch Magensaft vermischt mit etwas Blut, offenbar von ein paar geplatzten Äderchen aufgrund der Überreizung. Außerdem sah er aus wie der (Katzen-)Tod auf Latschen und war leicht lethargisch.

Oooookayyy. DAS schrie nach Tierarzt. Kater wurde begutachtet... und nicht für gut befunden. Gräßliche Geräusche kamen aus der Bauchgegend als die Tierärztin tastete und knetete. 1. Diagnose: Magendarmgrippe. Mein Wissenstand wurde erweitert (siehe oben) und Blut abgenommen ("hach, ist der brav...") und getestet. Also ab ins Wartezimmer, auf die Ergebnisse gewartet. Nach 15 Min. das Ergebnis: Leberwerte viel zu hoch. Gefahr auf Versagen derselben. Gaaaaahhhh????

2. Diagnose: Es stellte sich heraus, dass die Tabletten für seine Schilddrüsenkrankheit rein von der Verträglichkeit und Wirkung (er braucht 2 Stück pro Tag) angeschlagen hatten (ja, das wussten wir schon), aber gleichzeitig die Leberwerte in die Höhe hatte schießen lassen (das wussten wir bisher nicht). Zusammen mit der Magendarmgrippe kam es dann zur entsprechenden Kat(er)strophe. Mir wurde ebenfalls ein wenig übel.

Kater bekam also erstmal ein Antibiothikum wegen die Magendarmgrippe und dann noch eine Infusion gegen Austrocknung ("mensch, du bist ja tapfer und artig... so ein Braver..." ja, das hören wir jedes mal, eigentlich haben wir auch mal einen Lolli verdient) und die Anweisung zur Beaufsichtigung der Nahrungsaufnahme ("geben Sie ihm, was er will... *sachenaufzähl*, Hauptsache er frisst. Wenn er nix will, morgen wieder herbringen, dann kommt er an den Tropf"). Kater wieder eingepackt, nach Hause, dort umschmeichelt und umgarnt mit Futterli. Trockenfutter, Dosenfutter, Leberwurst, Grillhendl (ohne Haut selbstverständlich). Der Herr wollte nix. Nur daliegen und... schnurren? Manchmal isser ein komischer Kauz. Kurz vorm Leberversagen, aber schnurren. Ja, is schon recht.

Der Morgen kam, das Futter war nicht angerührt. Ich stand kurz vorm losheulen. Kater eingepackt und beim Tierarzt abgeliefert. Ganzen Tag auf Arbeit rumgelaufen wie Falschgeld. Nachmittags rief Tierärztin an. Ja, er hinge immer am Tropf, aber Ergebnis ist noch nicht zufriedenstellend, sie würden ihn gern weiter dabehalten.
Am nächsten Tag nach der Arbeit vorbeigefahren und Tierärztin konsultiert. Kater hat ein itzibitziweng was gefressen, aber es wäre besser ihn noch einen Tag am Tropf zu behalten. Er sei immer noch ausgetrocknet, weil er eben nur sehr wenig fräße. Meine neue Tierärztin ist super nett und sehr geduldig, weil ich immer vieles erklärt haben will. Ich war selbstverständlich damit einverstanden, weil ja alles menschenmögliche für das Puscheltier getan werden sollte.

Aber es war schon hart für mich, ihn schon wieder da zu lassen. Am nächsten Tag wieder hin und dann durfte ich ihn endlich mitnehmen. Sie holten ihn und er sah mich aus seinem Transportkorb schon ganz erwartungsvoll an und war sääähr neugierig auf seine Umgebung. Also kein Vergleich zu dem Kater, den ich vor 3 Tagen abgegeben hatte. Es ging ihm eindeutig besser.

Er wurde dann nochmal begutachtet, die Braunüle (heißt das bei Tieren auch so?) wurde entfernt ("mei, was bist du für ein Lieber"), er bekam noch eine Spritze ("mensch, das machst du ja super!" ... jaa... wir sind immer liep) und ich wurde mit einem Lebermittel und der Anweisung nach Hause geschickt, weiter zu füttern was das Zeug hält und nächste Woche zur Nachuntersuchung zu kommen.

Nun ist das Puscheltier wieder zuhause und benimmt sich im Grunde wie immer. Nur wird das Futter momentan tatsächlich gekaut und noch nicht inhaliert. Aber wir sind auf dem besten Wege.

Mir graut nur jetzt schon vor nächster Woche. Da bekomme ich die Rechnung. Ich weiß schon ungefähr, worauf ich mich einstellen muss und das ist nicht ohne. Jetzt ist der Kontostand wirklich aua. Nuja, hauptsache dem Puscheltier geht es wieder gut, dafür lebe ich die nächsten Wochen auch gerne von Brot und Wasser. Auch wenn ich jetzt diejenige mit den Bauchschmerzen bin.