Samstag, 19. September 2009

Tag 2


Der Tag begann vom Wetter her durchwachsen, aber es lugte zu unserer Freude immer wieder die Sonne hervor. Nach dem Frühstück, welches im Keller serviert wurde (es war nicht so schlimm, wie es sich anhört) und bei dem wir uns kräftigt mit div. Käsesticks für den Tag eindeckten (man wird unglaublich satt von den Dingern), stand als Erstes erneut Westminster Abbey auf dem Programm. Dort angekommen changten wir jedoch ganz schnell our mind, denn vor der Kirche warteten bereits Massen. MASSEN. Es war nicht zu fassen. Man muss offenbar wirklich, wirklich, wirklich früh aufstehen, um nicht stundenlang anstehen zu müssen, um das Innere der Kirche zu begutachten, zumindest als Touri außerhalb der Messe. Oder man geht in der Woche, vermutlich herrscht da nicht ganz so viel Andrang.

Okay, also Planänderung. Wir beschlossen, stattdessen (nach der Besorgung eines weiteren dieses absolut fabulösen Kaffees... :großeliebe:) einen Spaziergang am Fluss entlang zu machen. Vorbei am London Eye, wo ebenfalls MASsen (hier nur drei große Buchstaben, weils nicht ganz so viele waren wie vor WA) von Leuten anstanden.

Man soll einen Wahnsinnsausblick von dort oben haben, hat man mir berichtet. Mich würden keine 10 Pferde in das Riesenrad hinein bekommen, denn ich habe Höhenangst und ich traue auch den Halterungen nicht. :paranoia: Aber es war schon beeindruckend, wenn man drunter steht.



Entlang der Promenade waren viele Straßenkünstler zu sehen. Die mir am besten gefallen haben, habe ich hier mal porträtiert. Was für ein Aufwand allein das morgendliche Schminken sein muss. Und dann stehen die die ganze Zeit starr da und bewegen sich nur (Zeitlupe!), wenn ihnen jemand Geld hinwirft. Absolut sehenswert.


Danach spazierten wir über irgendeine der vielen Brücken über den Thames River. Auf der anderen Seite spazierten wir durch einen langgezogenen Park Richtung Savoy (welches jenes Hotel ist, in dem Frau Roberts alias Anna Blabeldiblubb in „Notting Hill“ nächtigt). Auch dieser Park war wunderschön, mein Gärtnerherz schlug in den höchsten Tönen. All diese schönen, bunten, blühenden, duftenden Blümelein... hach :entzücken:


Dann ging es Richtung Tower Hill. Dort wurde erst mal verschnauft erstmal Tower und Brigde bestaunt.


Auf dem Weg zurück zur Tube, kamen wir am Trinity Square Garden vorbei. Das ist eine Gedenkstätte für ca. 24.000 verstorbene Seeleute, entweder in Kriegen oder durch Unfälle umgekommen. Alle derer Namen sind dort verzeichnet. Das ist schon echt beeindruckend.



Außerdem gibt es einen kleinen Extra-Bereich:


Jedem, der Dragonfly in Amber von Diana Gabaldon gelesen hat, dürfte auf jeden Fall der letzte Name bekannt vorkommen.


Nach unsereiner Anhübschung in the Hotel machten wir uns gegen Abend auf den Weg zum Gielgud Theatre. Das Theater ist wirklich schön. Ich mag den Old-Vicky-Style ja total. Die Streifentapete, die goldenen verschlungenen Ornamente und die roten Plüschsessel machten das Ganze perfekt. Ich mich allerings nur im Foyer getraut, Fotos zu machen.


Die Bühne selbst passte rein optisch gar nicht zu dieser Opulenz, da sie sehr schlicht und einfach gehalten war. Selten habe ich ein Stück ohne so wenig Bühnenbild auskommen sehen. Lediglich ein paar quadratische Würfel (als Sitzgelegenheiten für die Schauspieler gedacht) standen herum. Obwohl das beim Theater von Vorteil ist, wie ich finde, denn so ist der Fokus nur auf die Schauspieler gerichtet. Beim Lesen des Programmheftes stellte ich im Übrigen fest, dass Will Kemp, welcher den jungen Reiter und das „Pferd“ Nugget spielt, auch in dem Film „Van Helsing“ (mit Kate Beckinsale und Hugh Jackman) mitgespielt hat.
Ach, da sieh mal einer guck. Er war darin der Bruder der Prinzessin, der dann zum Werwolf wurde. Ich wär ja vorher allein nicht darauf gekommen, obwohl er mir seltsam bekannt vorkam. Und ich muss sagen... Holla die Waldfee! Ja. Doch. Sowohl im Film als auch auf der Bühne. :yummy:

Dann war´s soweit. Yay. Endlüsch ging et los... Als Daniel auf die Bühne kam, musste ich erst mal tief einatmen. :fangörl: Hach. Hachediehach. Ihn erstmalig live und in Farbe direkt vor mir zu sehen... das war schon... tollig.

Dabei finde ich Daniel jetzt nicht mal besonders schön oder sexy oder so. Obwohl er mir im 4. Teil von HP schon sehr gut gefallen hat, so mit langen Haaren. Aber ich mag ihn einfach, weil er schlagfertig und witzig ist, sich selbst nicht zu ernst nimmt, für jeden Spaß zu haben ist, weil er nett und höflich ist und immer Zeit für seine Fans hat.

Zu seiner Performance selbst kann ich nur sagen: Hut ab! Was er da schauspielerisch gezeigt hat, und das für einen 17jährigen, war wirklich beeindruckend. Kein Vergleich zu der hölzernen Darstellung in den Harry Potter Filmen, wo ich ihn meistens überhaupt nicht gut finde. Zwischen den Filmen und seinem Auftritt beim Theater liegen wirklich Welten!

Lasst den mal noch ein paar Jahre Erfahrungen abseits von HP machen und aus dem Jungen wird ein 1a-Charakterdarsteller werden. Ich hatte nicht einen Moment lang das Gefühl, dass er schauspielert. Er spielt nicht Alan Strang, er WAR Alan Strang (Hauptchara des Stücks).

Ganz besonders in den letzten 15 Minuten zeigt Daniel all sein schauspielerisches Können. Und dann kam es zur berühmt-berüchtigten Nacktszene (was hatten wir im Vorfeld für schöne „seriöse“ Berichterstattung... Harry Potter nackt auf der Bühne! OMG!) im Stall kommt. Ich muss sagen, ich habe währenddessen vollkommen vergessen, dass sie nackt waren, obwohl die Nacktheit ja einen großen Teil dieser Szene ausmacht und definitiv auch hineingehört, um sie authentischer zu machen.

Ich hab sogar vergessen, durch mein Opernglas zu gucken (okay, ganz kurz hab ich mal... man ist ja schließlich auch nur eine Frau Mensch). Und dann... konnte ich nur noch staunen über das, was mir da geboten wurde. Daniel spielt sich die Seele aus dem Leib, man kann die Verzweiflung von seines Charakters förmlich mit den Händen greifen. Als es in der Schlussszene zur Blendung der Pferde kam, blieb mir einfach nur noch der Mund offen stehen und ich war den Tränen nahe. Wie ein Berserker stürzt Alan (alias Dan) über die Bühne, völlig losgelöst von allem, nicht mehr zu normalem Denken fähig. Ich war rechtschaffend beeindruckt und emotional sääähr berührt. Das Stück hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Genau wie Daniel.

Danach kehrten wir ins Hotel zurück, da uns nicht nach nächtlicher Bespaßung war. Der Tag war lang gewesen, wir waren seit morgens auf den Beinen und durch das Stück waren wir – oder zumindest ich – auf einem sehr niedrigen emotionalen Level. Emopussy, die ich bin. Wir ließen das Stück noch einmal Revue passieren, packten nebenbei unsere Koffer und dann gingen wir ins Bett.

Freitag, 18. September 2009

There is no place like london...

Es folgt ein längst überfälliger Reisebericht meiner allerersten Begegnung mit London... es war anno 2007 als ich sie das erste Mal sehen sollte.

Dazu muss man noch wissen, dass meine Freundin H. jahrelang versucht hatte, mir London schmackhaft zu machen, ich aber nicht so recht wollte, weil London davor noch nie weit oben auf meiner OMG-das-muss-ich-gesehen-haben-Liste stand. Eigentlich bin ich nur hingereist, weil ich unbedingt "Equus" sehen wollte... und dann war es Liebe auf den 1. Blick, zwischen mir und ... LONDON.

Tag 1

Freitags, 9.30, ging unser Flieger Richtung London. Ich hatte seit 1999 nicht mehr in einem Flugzeug gesessen und deshalb ziemlichen Schiss.
Dabei ist es nicht so, als wäre ich noch nie geflogen, ganz im Gegenteil. Ich habe auch schon Langstreckenflüge von 10 bis 12 Stunden miterlebt, aber früher habe ich mir einfach viel weniger Gedanken darüber gemacht, was so alles passieren kann. Man schert sich einfach nicht darum, wenn man jung ist. Die Sorgen, die man sich im Leben so macht, steigen aber proportional mit dem Alter. Die Unbeschwertheit der Jugend ist jedenfalls gone... :methusalem:


Das was ich am Fliegen am wenigsten mag, ist definitiv der Start, denn da ist immer diese Angst, dass wir nicht hochkommen. Sind wir einmal oben auf der jeweiligen Reisehöhe geht´s mir besser. Dann kann ich mich auch wieder mit etwas anderem beschäftigen, als meinem Sitznachbarn die Hand zu zerquetschen.

Mein Mann z. B. gehört zu jenen Menschen, die im Flugzeug zu jeder Tages- und Nachtzeit sofort einschlafen, pünktlich zum Essen wieder aufwachen und danach erneut weiterratzen. Beneidenswert so was. Mir ist das unmöglich. Meistens weiß ich nicht wohin mit meinen Beinen, außerdem muss ich die zum Schlafen ausstrecken, sonst geht schon mal gar nichts. Das einzige, was ich mitunter mal schaffe, ist ein wenig zu dösen. Nun ist man ja nach London zum Glück nicht so lang unterwegs, je nachdem von wo man in Deutschland losfliegt (in unserem Fall von Berlin) ca. 1 ½ Stunden. Da kann man sich z. B. gut mit einem Buch beschäftigten. In meinem Fall war das passenderweise Harry Potter and the Chamber of Secrets. Bei gutem Wetter besteht natürlich auch die Möglichkeit die Landschaft unter sich anzusqueen, was ich auch mit Vorliebe tue. Sonst bleibt nur zu berichten, dass sowohl der Start, der Flug und die Landung ereignis- und problemlos verliefen.

In Stansted angekommen ging das Auschecken recht fix. Einmal Pass vorzeigen, das Gepäck kam auch sofort und so machen wir uns auf den Weg, um Bahnfahrkarten zu besorgen. Glücklicherweise spricht meine Stiefschwester fließend englisch, so dass ich die armen Briten nur selten mit meinem grottigen Englisch quälen musste. Als wir die Tickets für den Zug von Stansted zur U-Bahnstation Tottenham Hale (erste Möglichkeit des Umsteigens in die Tube von Stansted aus) geholt hatten, ging es Richtung Bahnhof. Der liegt quasi so unterhalb des Flughafens. Glücklicherweise war gerade ein Zug kurz vor der Abfahrt, so dass wir, so schnell es mit unserem Gepäck ging (an dieser Stelle mal ein Lob an den Erfinder von Rollen unter dem Koffer), hinsprinteten und ihn tatsächlich noch kriegten. Sogar Plätze haben wir noch gefunden. Eingequetscht zwischen zwei Engländern und unseren Koffern hatten wir eine recht angenehme Zugfahrt.

In Tottenham fanden wir ohne Probleme die richtige Linie nach Kings Cross (stolz! immerhin fuhren wir das erste Mal mit der Tube und das Durchsteigen des U-BahnPlans ist gar nicht so einfach), so dass wir gut anderthalb Stunden nach der Landung in Stansted dort ankamen. Aber über etwas muss ich mich noch mal auslassen: Das Tagesticket, rein für die Tube, kostet pro Tag für einen Erwachsenen (nur für Zone 1+2!) stolze 5,10 Pfund (inzwischen, will heißen 2009 sind es schon 5,30 Pfund)! Im Vergleich: in Berlin kostet ein Tagesticket 2,90 € und das für ganz Berlin, soweit ich weiß. Und damals war das Pfund noch net so tief gesunken, wie es jetzt ist. Ich war rechtschaffen entrüstet! Aber es hat ja auch keiner behauptet, London wäre billich, nech?

Im Bahnhof von Kings Cross wurden wir begeistert von unserer Freundin Jenny empfangen, die von Düsseldorf aus geflogen und schon seit 7 Uhr morgens in London war. Natürlich marschierten wir gleich als Erstes, mit unserem ganzen Gepäck bewaffnet, zum Gleis 9 ¾, um Fotos zu schießen. Wir hatten sogar eine Katze dabei. Wenn auch eine sehr in die Jahre gekommene.


Nachdem jede von uns auf halbem Wege zum Hogwarts-Express leider in der Mauer stecken geblieben war, gaben wir es auf und machten uns stattdessen lieber auf dem Weg zum Hotel.


Da wir erst ab 14 Uhr einchecken konnten – es war erst Mittag –, gaben wir unsere Koffer in den Gepäckraum (Room under the stairs…ungelogen…Harry Potter lässt grüßen) und machten uns auf, die Stadt zu erkunden.

Also wieder zurück zum Bahnhof Kings Cross, der aufgrund von Bahn- und U-Bahnverkehr ein riesiger Verkehrsknotenpunkt ist.


Da wir alle etwas geschlaucht und hungrig waren, fiel schnell der Entschluss, uns einen Snack zu kaufen und zum relaxen in den Hyde Park zu fahren. Und zum Brit-Watching... Thihi. Eingedeckt mit verschiedensten Sorten Sandwiches brauchten wir eine halbe Stunde, bis wir endlich in dem riesigen Park ankamen. Flugs die Schuhe ausgezogen, in die Sonne gesetzt und erst einmal entspannt. Herr-lüsch.


Um uns herum Scharen von Engländern, die meisten äußerst leicht bekleidet. Was für unsereins Frühlingswetter ist, ist für die Briten schon Hochsommer. Flip-Flops, Tank-Tops und Shorts... so waren die meisten bekleidet. Hier und da sogar mit komplett freiem Oberkörper. Okay, zugegeben, wir hatten super Wetter, es schien die Sonne pausenlos vom Himmel und keine Wolke war zu sehen. Aber es waren trotzdem noch unter 20 Grad und es wehte auch ein kühles Lüftchen, so dass (zumindest für uns) auf jeden Fall langärmlig angesagt war. Wir kamen uns zwischen den halbnackten Briten vor wie Eskimos. Ebenfalls noch zu erwähnen, ist der grauselige Modegeschmack der Briten bzw. Londoner. Uuuuahhh... :augenkrebs:

Nachdem wir eine gute Stunde damit verbracht hatten, uns die Bäuche vorzuschlagen und nebenbei über Evolution, Diskriminierung und Religion zu diskutieren (ja...wir waren sääähr entspannt), beschlossen wir, noch ein bisschen durch den Park zu spazieren. Es war wirklich schön.




Hier und da waren ganz zutrauliche Grauhörnchen (ähnlich wie unsere Eichhörnchen nur nicht so ein buschiger Schwanz und das Fell ist grau). Hach... adorable.


Nachdem wir sie gebührend besqueet hatten, gings – wenn auch laaaangsaaaam – zurück ins Hotel. Dort flugs eingecheckt und Zimmer bezogen. Wir hatten Glück. Es war sauber und eigentlich ganz gemütlich. Man hört ja oft Horrorstorys von Londoner Hotelzimmern, wenn man nicht gerade im Savoy nächtigt (das zumindest von außen aber auch schon heruntergekommen ist). Schnell ein wenig frischgemacht und schon ging´s weiter auf Erkundungstour. Natürlemente erst mal Richtung Gielgud Theatre, um die Eintrittskarten für den nächsten Tag schon mal abzuholen.

Nachdem wir am Picadilly Circus vorbei waren, kamen wir auch durch ein kleines chinesisches Viertel und da hängen da so „nette Leckereien“ in jedem 2. Schaufenster.



Ürgs...bäääähhhh...

Kurz darauf kamen wir endlich beim Theater an und ich musste erst mal stehen bleiben, bei dem Anblick, der sich mir bot.


Waaaaahhhh.... Endlich war ich da, am (örtlichen) Ziel meiner damaligen Träume. Ich war hingerissen und überlegte kurz, ob es wohl auffallen würde, wenn ich das Banner klaute. Ich könnte es über mein Haus spannen. Das würde ich meinem Mann schon irgendwie erklärt kriegen. Hach. Großes Entzücken meinerseits.

Nachdem die Karten abgeholt und sicher verstaut waren (Schatz!), ging es Richtung Westminster. Nachdem wir uns einen der besten Kaffees geholt haben, den ich je getrunken habe (Nero´s Coffee! Ungedingt probieren!!!), waren wir nur noch am Staunen. Ich lasse hier einfach mal ein paar Fotos wirken. Es ist alles so gewaltig und imposant, dass macht schon Eindruck, jawoll.






Leider war an diesem Tag eine Messe in Westminster Abbey, so dass wir nicht in die Kirche hinein konnten (wir wussten damals noch nicht, dass man trotzdem rein darf, wenn man nur so schlau ist zu sagen, dass man an der Messe teilnehmen möchte. Dann braucht man übrigens auch nix zu bezahlen). Wir beschlossen also, am nächsten Tag wieder zu kommen und begaben uns zurück ins Hotel, weil a bisserl k.o. und so... Sind halt auch net mehr die Jüngsten, gell.

Der Tag klang aus mit einer Originalverfilmung von Jane Austen´s „Emma“ mit adorable Kate Beckinsale in der Hauptrolle, die im britischen TV lief. Und die war laaaaaaannnggg.

Tag 2 folgt in Kürze...

Der Herbst

Das Glänzen der Natur ist höheres Erscheinen,
Wo sich der Tag mit vielen Freuden endet,
Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet,
Wo Früchte sich mit frohem Glanz vereinen.
Das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet
Der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet
Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen
Als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen
Die Zweig’ und Äste durch mit frohem Rauschen,
Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
Der ganze Sinn des hellen Bildes lebet
Als wie ein Bild das goldne Pracht umschwebet.
Friedrich Hölderlin


Die Tage werden wieder kürzer, die Temperaturen niedriger. Der Herbst ist im Anmarsch. Ich persönlich mag ja den Herbst. Okay, gut, ich mag eigentlich jede Jahreszeit, weil eben jede etwas für sich hat.
Aber die Übergangsjahreszeiten wie der Frühling und der Herbst sind mir die liebsten, auch, weil sie einfach nicht so lange dauern wie Sommer und Winter, zumindest gefühlsmäßig. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich Eintönigkeit hasse.
Es herrschen keine Extremtemperaturen wie im Sommer oder Winter, die Niederschläge sind größtenteils gleichbleibend und man kann sich an den ersten und an den letzten Blüten erfreuen, was schon etwas besonderes ist.
Und so sehr ich den Sommer auch mag, ich bin die heißen Nächte, das frühe Morgengrauen und das Insektengedöns jetzt langsam leid. Der Herbst kann kommen. Meinetwegen auch nach einem schönen Altweibersommer, der ja auch sehr viel für sich hat.
Und endlich kann man wieder Dinge tun, die man monatelang nicht konnte oder wollte. U. a. weil das im Sommer einfach keinen Spaß macht.
Man kann wieder an der frischen Herbstluft spazieren und durch raschelndes Laub gehen. Den unverwechselbaren Herbstduft im Wald riechen und Pilze sammeln. Die wunderschönen Verfärbungen der Blätter und Morgennebel beobachten. In die "warme Stube" zurückkehren und sich mit Tee und/oder am Kamin aufwärmen. Sich mit einer Decke, Tee und einem gute Buch aufs Sofa kuscheln und die Welt Welt sein lassen. Entspannende Bäder nehmen und Kerzen anzünden. Selbstgemachten heißen Eintopf essen und Federweißer trinken. Kreativ sein und Dinge basteln.
Hach, ich liebe den Herbst. Und wenn ich nochmal so drüber nachdenke... ja, doch, er ist mir doch die liebste von allen Jahreszeiten!
Und zum Abschluss noch ein Foto von der herbstlich dekorierten Bank vor unserem Haus. :)

Sag´s durch die Blume

Ringel-Rangel-Rose... hier mal ein paar (Rosen)Impressionen aus meinem Garten aus diesem Sommer:






Und alle diese Hübschen hab ich irgendwann mal für 1,99 € bei Aldi gekauft. Rosen scheinen sich in meinem Garten generell sehr wohl zu fühlen. Was wahrscheinlich an der vielen Sonne und dem Lüftchen, was irgendwie immer ums Haus weht zu liegen scheint. Schädlingsbefall haben sie jedenfalls so gut wie nie...

Und zum Abschluss noch jenen wunderhübschen Blumenstrauß, mit welchem mich der mir Angetraute letztes überraschte:

Donnerstag, 10. September 2009

Nachtrag

Kaum gepostet, schon gibts wieder Neuigkeiten von der Ringcon.

Zwei der drei Twilighter, Kellan und Ashley, haben kurzfristig doch noch abgesagt, was bei den Twilightfans natürlich großen Frust hervorruft. Etwas was ich gut verstehen kann, auch wenn ich ja wie gesagt nix mit Twilight anfangen kann.

Aber wenn ein Schauspieler, auf den man sich besonders gefreut hat, plötzlich doch noch absagt, dann darf man schon Frust schieben. Das ginge mir nicht anders, wenn jetzt plötzlich Tom Felton oder Kyle Schmidt noch absagen würden.

Es gibt jedoch Ersatz (offenbar aus dem 2. Teil von Twilight) und zwar welchen, der mich besonders freut.

Es kommt Daniel Cudmore, der zumindest den X-Men-Fans ein Begriff sein dürfte. Im 2.+3. Teil spielte er Colossus, einen jungen Mutanten, der blitzschnell ein Metallschild über seinen ganzen Körper (und andere Menschen, wenn er sie berührte) ziehen konnte. Und noch dazu mit prächtigen Muckis gesegnet ist. *breitgrins*

Dann kommt noch ein Werwölflein, welches ich nicht kenne. Ich hab aber schon ein Promofoto vom 2. Teil gesehen, auf welchem vier der Wolfsmenschen zu sehen sind. Und Überraschung, es kommt ausgerechnet der, den ich am attraktivsten fand. *nochbreitergrins*

Oh Mann, so viele schöne Männer auf der Con, das ist ja kaum zum Aushalten.

Nun freu ich mich noch mehr...

Montag, 7. September 2009

Ringcon

So, es ist mal wieder soweit... Es ist Ringcon-Time. Genauer gesagt in 3 Wochen.

Ich hab vorhin mal überlegt, das ist jetzt bereits meine 6. Ringcon. Wie doch die Zeit vergeht. Ich weiß noch genau, wie ich 2004 das erste Mal da war und fast high von der ganzen Reizüberflutung wurde. Aber es war grandios. Nie zuvor hatte ich so was erlebt und es ist bis heute ein absolutes Highlight in meinem Leben.

Allerdings hat sich seit dem doch einiges verändert. Vor 2 Jahren öffnete sich die Ringcon erstmalig für anderen Fantasyfilme (was ich sehr begrüßt habe, weil ich ein großer Harry Potter Fan bin) und dieses Jahr spielt HDR (zumindest in meinen Augen) das erste Mal eine doch eher untergeordnete Rolle.

Generell hab ich kein Problem damit, weil dieses Jahr so viele Schauspieler kommen, die mich wirklich interessieren, dass ich eigentlich genug Auswahl hab. Allerdings hätte es mich schon gefreut, von HDR mal ein neues Gesicht zu sehen. Eins das nicht den 3. Ork in der 2. Reihe dargestellt hat. Aber man kann - wie immer im Leben - nicht alles haben. Ich hätte Mark, Craig und Lori nicht schon wieder haben müssen, aber da sie nun einmal kommen, freue ich mich auch darüber. Denn man muss ihnen eines lassen, sie sind immer ein großer Spaßfaktor.

Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit der diesjährigen Gästeliste (bis auf besagtes fehlendes Gesicht aus HDR). Und wie auch letztes Jahr sind doch einige sehr gutaussehende Herren anwesend. Jaaa... da sind schon gut Augen-Schmankerl dabei.

Ansonsten ist ein Foto mit folgenden Herren Pflicht:

Tom Felton
Matthew Lewis
Kyle Smidt
Dylan Neal

Ich seh schon, dass wird diesmal ein teures Vergnügen. Aber es ist ja doch eine bleibende Erinnerung, die ich mir immer wieder anschauen kann, also lohnt sich das viele Geld doch (jedenfalls für mich).

Mit den Vampieren aus Twilight kann ich hingegen herzlich wenig anfangen. Ich habe mir ja den Film angeschaut, weil ich wissen wollte, worum sich dieser ganze Hype nun dreht (und ich habe auch in die Bücher reingelesen...wääähhh... geschrieben wie schlechte Fanfiktion... geht gaaaar nicht). Ich für meinen Teil finds grauselig. Den Film kann ich nur ertragen, wenn man dabei gemütlich zusammensitzt und drüber ablästert. Ich kann auch den ganzen Hype darum nicht verstehen... aber das können anderen bei Harry Potter auch nicht. Also jedem das seine. :)

Wobei die Cullen-Family noch das coolste an dem ganzen Film war (wenn auch säääähr schlecht geschminkt). Deshalb kann ich mich auch halbwegs mit den 3 Darstellern anfreunden (von denen ja immerhin 2 der Familie Cullen angehören). Und Kellan ist noch dazu ja so rein optisch auch nicht grad zu verachten.

Dieses Jahr gibt es auch keinen Auftritt der Ringstars, so dass ich alles ganz entspannt angehen kann. Die Vorfreude ist dieses Jahr auch irgendwie wieder größer als die Jahre zuvor, ich würd am liebsten schon packen. Und seit das Programm endlich draußen ist (von dem ich sehr positiv überrascht bin, mich spricht da doch mehr an als ich ursprünglich dachte), hat sich das ganze nochmal um ein paar Grad gesteigert.

Am meisten freue ich mich jedoch darauf, meine Freunde wieder zu sehen. Die meisten krieg ich übers Jahr verteilt doch recht selten zu Gesicht und die Ringcon gibt einem wieder einmal die Gelegenheit dafür.

Diesem Jahr sehe ich jedoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen, wird unsere geliebte Vierer-Mädels-Clique doch dieses Jahr eine für recht lange Zeit verlassen. Meine liebe Freundin K. macht nun Ernst und wandert Ende des Jahres nach Neusseeland aus. Diese Ringcon wird unsere vorerst letzte (man soll ja niemals nie sagen) Gemeinsame und das stimmt mich trotz aller Vorfreude traurig. Ich werde sie unheimlich vermissen.

Aber! Noch ein Grund mehr, diese Ringcon in vollen Zügen zu genießen und die Zeit, die wir noch zusammen haben!

In diesem Sinne... see you at Ringcon.