Freitag, 25. Februar 2011

Serienjunkie Day 2+3

So, weil ich gestern nichts gepostet hab, heute gleich zwei Fragen:

Day 2 - A show that you wish more people were watching
Gibt es leider seit ein paar Jahren schon nicht mehr, aber trotzdem: Queer as folk. Großartige und ziemlich realistische Serie über homosexuelle Paare in Pittsburgh . Es wird nichts beschönigt und nahezu alles thematisiert. Und deshalb lief sie (berechtigterweise) im Spätprogramm. Leider haben sie dadurch auch entsprechender weniger Leute gesehen.
Man wird auch gleich in der ersten Folge so ziemlich ins "kalte Wasser" geschmissen, den die ist allein von den Sexszenen nicht ohne, aber da gewöhnt man sich schnell dran. :D Prüde sollte man natürlich nicht sein, aber das gilt genauso für Serien wie The Tudors oder True Blood, bei denen es ähnlich heftig zur Sache geht.
Aber gerade aufgrund der Thematisierung wie Gewalt und Diskriminierung gegenüber Menschen, nur weil sie eine "nicht der Norm entsprechende" sexuelle Orientierung haben, hätte ich mir gewünscht, dass sie ein größeres Publikum erreicht hätte.

Day 3 - Your favourite neu show (aired this t.v. season)
Das ist einfach: GLEE. Letztes Jahr in den USA angelaufen und dieses Jahr dann auch endlich in Deutschland.
Worum geht es?
An amerikanischen Schulen gibt es sogenannte Glee-Clubs. Vergleichbar hier wohl am ehesten mit einem Schulchor, allerdings mit mehr Showelementen.
Die Serie spielt an der (fiktiven) McKingley High in Lima (Ohio). Will Schuester, seines Zeichens Spanischlehrer und selbst ehemaliges Mitglied des Gleeclubs, übernimmt die Leitung, als der bisherige Leiter entlassen wird.
Dabei im Weg stehen ihm anfangs zu wenig Teilnehmer, knappe Geldmittel, seine nervige Ehefrau und vor allem Sue Sylvester, die Trainerin der Cheerleader, die versucht, den Club zu sabotieren, wo sie nur kann. Ganz besonders witzig sind übrigens ihre ständigen Kommentare zu Wills Haaren.
Mit Rat zur Seite steht ihm Emma Pillsbury, die Schulpsychiologin, die unter Ansteckungsangst leidet und daher alles reinigt, was mit ihr in Berühung kommt und nicht lange genug still hält. Außerdem ist sie heimlich in Will verliebt, lässt sich dann jedoch auf eine "Beziehung" mit dem Trainer der Footballmanschaft ein, da Will verheiratet ist.
Und dann wären da noch Mitglieder des Gleeclubs:
Rachel Berry, die am talentiertesten von allen ist, die allerdings keiner leiden kann, denn sie weiß um ihre Stärke und drängt sich somit ständig in den Vordergrund, weil sie unbedingt ein Star sein möchte, was bei den anderen Mitgliedern des Clubs natürlich nicht besonders gut ankommt. Auch sie ist heimlich verliebt, nämlich in Finn Hudson, den Quarterback des Footballteams.
Finn wird von Will Schuester durch eine List gezwungen, sich dem Gleeclub anzuschließen. Anfangs unentschlossen - gilt Glee doch als Sammelclub der Schulloser -, entscheidet er sich trotz der Anfeindungen seiner Footballkollegen letztendlich für den Club, da singen seine große Leidenschaft ist. Finn ist liiert mit Quinn Fabray, der Leiterin der Cheerleader.
Quinn steigt anfangs in den Club ein, um ein Auge auf Rachel zu haben, deren Verliebtheit in Finn ihr nicht verborgen bleibt und als Spion von Sue Sylvester. Gleiches gilt für Brittany Pierce und Santana Lopez, ihres Zeichens ebenfalls Cheerleader. Alle drei finden jedoch nach und nach Gefallen am Singen, was sie jedoch nicht zugeben wollen. Obwohl Quinn mit Finn zusammen ist, macht sie mit Noah Puckermann, kurz Puck, rum. Sie wird von ihm schwanger, schiebt die Vaterschaft jedoch Finn unter.
Puck ist ebenfalls Footballspieler und ein ziemlich guter Kumpel von Finn. Er hält sich selbst für unwiderstehlich und baggert alles an, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Er hasst den Glee Club anfangs und feindet Finn deshalb ziemlich an. Trotzdem tritt er dem Club selbst bei, als durc h Kurts Hilfe ein wichtiges Spiel der Footballmanschaft gewonnen wird. Außerdem dabei ist Mike Chang, der ein begnadeter Tänzer ist sowie Matt Rutherford, beides ebenfalls Footballspieler.
Des weiteren wären da noch Mercedes, die mit ihrer Stimme ohne weiteres Beyoncé Konkurrenz machen könnte, aber unter ihrem Übergewicht leidet; Artie, der querschnittsgelähmt ist und deshalb im Rollstuhl sitzt sowie seine beste Freudin Tina, die schüchtern ist und stottert.
Last but not least ist da noch mein Lieblingscharakter Kurt Hummel, welcher homosexuell ist und wegen seines ganzen Auftretens ständig mit Anfeindungen aus seiner Umwelt zurecht kommen muss.
Erzählt werden die üblichen Probleme, die man als Teenager einer amerikanischen High School haben kann, unterlegt von musikalischen Einlagen. Auch hier gibt es Stereotypen (die blöde Blondine, die Sexbombe usw.) und jede Menge Klischees. Ich sage aber: Na und? Man darf hier wirklich nichts super innovatives erwarten, sondern die Show als Unterhaltung sehen. Und es geht ums Singen! Ums Singen!!! Und deshalb ist das einfach "meine" Serie. Auf so etwas hab ich lange gewartet.
Ich fühle mich bestens unterhalten, die Musik ist meist gut ausgewählt und supertoll umgesetzt (es werden ausschließlich Cover gesungen, die mir persönlich aber oft besser gefallen als das Original). Allerdings für meinen Geschmack überhaupt nicht vergleichbar mit den High School Musical Filmen, die so was von schlecht sind, u. a. weil sie vor Schmalz und Kitsch nur so triefen. Glee ist anders. Gott sei Dank!
Und Lea Michelle, Darstellerin der Rachel Berry, hat eine so wundervoll kraftvolle und anrührende Stimme, dass sie mir oft eine Gänsehaut verursacht und ich Tränchen im Augenwinkel habe (wobei ich jetzt nicht unbedingt der Maßstab bin, denn Musik ist mein Leben und ich bin eine Emopussi). Allein wegen ihrem Gesangstalent lohnt es sich, die Serie zu schauen. Und auch wenn viele den Charakter, den sie verkörpert, nicht leiden können, für mich ist er nach Kurt der liebste.
Diejenigen, die Musik mögen, sich einfach nur gut unterhalten lassen wollen und nicht alles zu ernst nehmen, dürfte Glee genau das richtige sein.

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