Sonntag, 5. Februar 2012

Trauerarbeit

Wisst ihr, was beim trauern am schlimsten ist? Es ist nicht das Weinen, das ständige Nachgrübeln und der Schmerz im Herz, auch wenn das natürlich ebenfalls nicht sehr angenehm ist. 

Nein, was noch schlimmer ist - jedenfall empfinde ich das so - ist das Gelähmtsein, was damit einher geht. Ich hab das beim Tod meiner Oma erlebt und nun erlebe ich es wieder (beim Kater war ich eh in einer ganz besonderen Gemütsverfassung). Und finde diesen Zustand un.er.träg.lich.

Ich bin eigentlich niemand, der sich je langweilt. Ich habe genug Hobbies, so dass ich meistens gar nicht weiß, wie alle unter einen Hut zu bringen. Und jetzt...liege ich seit 3 Tagen auf der Couch und weiß absolut nichts mit mir anzufangen. Ich kann mich zu nichts aufraffen, zu absolut gar nichts. Nicht mal dazu, einfach nur den lieben langen Tag Serien oder Filme zu schauen (etwas, was ich sonst sehr gut kann). Und wenn mich irgendwer fragen würde, was ich denn den lieben langen Tag gemacht hätte...ich könnte es ihm gar nicht beantworten. Und es fällt mir schwer, mich auf irgendetwas zu fokusieren.

Ich bin ganz froh, dass ich morgen wieder arbeiten gehe, mein grippaler Infekt ist fast auskuriert. Ich hoffe, das reißt mich aus meiner Lethargie und vielleicht ist nach dem Feierabend noch ein Stück Energie für zuhause übrig. 

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